Bergrennen: Uwe Lang gewinnt 37. Homburger Bergrennen  von Admin
Lokalhelden präsentieren sich gewohnt gut
Montag - Juli - 19.07.2010 - 18:12:40 Uhr
Der überragende Sieger des 37. Homburger ADAC Bergrennens heißt Uwe Lang.
Bereits im Training konnte der Schweinfurter in seinem Osella überzeugen und die favorisierten F3000-Piloten in die Schranken weisen. Mit drei deutlichen Bestzeiten am Renn-Sonntag war dann der Sieg eine klare Sache, wobei die beiden vermeintlichen Hauptgegner Guy Demuth und Daniel Allais mit ihren F3000-Rennern nach technischem Defekt bzw einem Dreher vorzeitig die Heimreise antreten konnten. Zweiter wurde der Gesamtsieger von 2006, Patrick Zajelsnik (ebenfalls Osella) vor Thomas Rössler, der einmal mehr die Formel 3-Wertung für sich entscheiden konnte.
Gingen die ersten fünf Plätze der Gesamtwertung an offene Sportwagen, war die zweite Hälfte der Top-Ten den Tourenwagen vorbehalten. Hier war der mehrmalige deutsche Bergmeister Norbert Brenner im Ex-DTM Opel Astra V8 das Maß der Dinge und konnte den Österreicher Herbert Stolz, der mit seinem Porsche immer besser zurecht kommt um knapp 1,4 Sekunden hinter sich halten. Dieser wiederum musste sich mit Holger Hovemann gegen den schnellsten Vertreter der Zweiliter-Klasse erwehren, der mit seinem „Yellow Psycho“-Kadett im Training sogar die Tourenwagenriege anführen konnte.
Wie im Vorjahr begann das Wochenende regnerisch, aber ab dem Nachmittag blieb es für den Rest der beiden Tage schön und sommerlich warm. Der samstägliche Wetter-Mix liess die Piloten zunächst vorsichtig ans Werk gehen, aber sonntags hielten sie bis zum letzten Rennlauf Rennleiter, Streckenposten und die Crews der Abschleppwagen auf Trab. Letztendlich konnten 122 der 147 angereisten Fahrer gewertet werden, darunter auch neun der zehn Fahrer aus den Reihen des Homburger Automobilclubs:
Der Quierschieder Gino Kruhs ging im Rahmen der luxemburgischen Meisterschaft ins Rennen und konnte mit seinem Renault Megane an seinem Heimberg erstmals den Klassensieg feiern und nahm so auch verdientermaßen den Pokal für das bestplatzierte Mitglied des Homburger Automobilclubs entgegen.
Wolfgang Marx startete im NSU-Bergpokal, und musste sich der hubraumstärkeren Konkurrenz geschlagen geben. Mit 300 ccm weniger Hubraum im Heck des „Prinzen“ reichte es nur zu Platz zwölf.
In der Gruppe N/F bis 1400 ccm gingen mit Matthias Scheerschmidt, Yannick Scherer und Fredi Marquitz drei einheimische Piloten an den Start, wobei „Schlitzer“ Scheerschmidt nach technischen Problemen im Training seinen Opel Corsa im ersten Rennlauf gegen die teils deutlich stärkere Konkurrenz an die Klassenspitze prügelte. Letztendlich musste sich der Wiesbacher nur einem Gegner geschlagen geben und konnte das Fahrerlager am stumpfen Gipfel hochzufrieden verlassen. Vierter wurde mit Scherer ein weiterer Wiesbacher Opel-Pilot vor Marquitz im Skoda Fabia.
In der ebenfalls hart umkämpften Klasse bis 2000 ccm wurde Kai Neu, der samstags die Klasse zwischenzeitlich anführen konnte, im Ford Escort vierter.
Die Klassen bis 1600 ccm und bis 2000 ccm der Gruppe A wurden mangels Teilnehmer zusammengelegt. Der Klassensieg von Sepp Koller im deutlich stärkeren Auto stand nie ernsthaft in Frage, dafür lieferten sich die beiden Suzuki-Saar-Piloten Hans Peter Simon und Christian Bächle ein sehenswertes Duell, in dem Simon seine Swift Sport mit knappem Vorsprung als schnellster Pilot der Klasse bis 1600 ccm über die Ziellinie fahren konnte.
Rüdiger Bernhard musste mit dem VW Golf Kitcar einen Ausfall hinnehmen. Deutlich auf Podiumskurs liegend verweigerte ein Aufhängungsteil seinen Dienst, sodass bereits vor dem letzten Rennlauf für den Routinier aus Bruchmühlbach Schluss war.
Andreas Herl fuhr erstmals seinen neu erworbenen PRC Sportwagen, mit dem er sich natürlich erst einmal „anfreunden“ musste. Während des Wochenendes gelang dem Pirmasenser eine deutliche Steigerung und mit den erreichten Zeiten und Platz vier konnte er mehr als zufrieden sein.
Den Spirit of the Race-Pokal durfte mit Rainer Koresch aus Merzalben ebenfalls ein Fahrer aus der näheren Umgebung in Empfang nehmen.

Link: Galerie Training (Photos by Bernd Huber)
Link: Galerie Rennen (Photos by Bernd Huber)
Link: Best of (Photos by Richard Inderwildi)

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