Bergrennen: Vorschau 37. Homburger ADAC Bergrennen  von Admin
HAC knüpft an Glanzzeiten an
Montag - Juli - 12.07.2010 - 07:26:02 Uhr
Mit seiner 37. Auflage des Homburger ADAC Bergrennens knüpft der Homburger Automobilclub (HAC) an die glorreichen Zeiten der 1980er und 90er Jahre an. Genau 160 Piloten mit ihren flinken Touren-, Renn- und Sportwagen sowie flotten Oldtimern aus ganz Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Österreich und Schweiz treten am 17. und 18. Juli auf der anspruchsvollen Naturrennstrecke "Käshofer Straße" vor den Mauern der Kreis- und Universitätsstadt Homburg gegeneinander an. Ein solch großes Teilnehmerinteresse verzeichnete der ADAC-Ortsclub schon viele Jahre nicht mehr. Mit den Fahrern aus dem benachbarten Großherzogtum, die um Punkte zu ihrer Landesmeisterschaft fahren und dem Comeback der "Königsklasse am Berg", der Formel 3000, kann der HAC diesmal mit zwei neuen Highlights aufwarten. Diese Rennwagen kommen der Formel 1 optisch und auch leistungsmäßig sehr nahe. Bei einem Gewicht von knapp über 500 kg verfügen solche Boliden über rund 500 PS. Mit einem solchen Fahrzeug wurde auch der gültige Streckenrekord am "Käshofer Berg" von 1:08.13 min im Jahre 2000 vom Luxemburger Christian Hauser aufgestellt. Nach 10 Jahren könnte nun der am längsten bestehende Streckenrekord Deutschlands endlich gebrochen werden. Ein weiteres Bonbon für die vielen Motorsportsfans aus nah und fern, wird die Autogrammstunde mit dem frisch gebackenen Le Mans-Sieger Timo Bernhard sein. Den Rennprofi in Diensten von Porsche und Audi kann man am Sonntag zwischen 12 und 13 Uhr im Startbereich treffen.

Auf der 2,6 km langen Käshofer Straße, die nach Meinung vieler Experten zu den anspruchsvollsten Bergrennstrecken Deutschlands zählt, sind spannende Trainings und Rennläufe zu erwarten. Die bestplatzierten Fahrer im Gesamtklassement erhalten neben Pokalen und Preisgeldern auch wertvolle Punkte in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, den Bergpokalen des Deutschen Motorsport Bunds (DMSB) und dem KW Berg-Cup. Sieganwärter Nummer Eins ist Uwe Lang aus Schweinfurt, seines Zeichens Deutscher Bergmeister 2008, mit seinem Osella-Sportwagen, der das Leistungsplus der beiden Formel 3000-Rennwagen mit einer optimalen Streckenkenntnis aus den vergangen zwanzig Jahren wettmachen kann. Formel 3000 Fahrer Guy Demuth aus Luxemburg, bisher zweifacher Landesmeister startet erstmals am Karlsberg. Der zweite Formel 3000-Vertreter, Daniel Allais aus den französischen Ardennen war letztmals vor zehn Jahren in der Saarpfalz, sodass die beiden Monoposto-Piloten zuerst die Idealline finden müssen. Ein Platz auf dem Podium visiert auch der Gesamtsieger des Bergrennens von 2006 Patrik Zajelsnik an. Der Deutsch-Slowene wird wie Lang einen mehr als 350 PS starken Osella BMW pilotieren. Insgesamt haben 10 Gruppe C Sportwagen und sechs Formel-Rennwagen gemeldet, darunter auch der amtierende Luxemburger Champion, der 71jährige Leon Linden in seinem modernen Dallara Opel Formel 3, Baujahr 2005.

In der Tourenwagenkategorie fallen die beiden Opel Astra V8 Coupés aus den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) des Jahrgangs 2003 auf. Zum einen mit dem siebenfachen Deutschen Bergmeister Norbert Brenner (Walldürn) und Werner Jetzt (Peiting), der dank seiner spektakulären Fahrweise bei den Zuschauern überaus beliebt ist. Interessant gestaltet sich hier die Auseinandersetzung mit dem Österreicher Herbert Stolz im 600 PS starken Porsche 935 II und dem Franken Norbert Handa im etwa gleichstarken Lancia Delta Evo III, die beide ebenfalls bereits zu Meisterehren kamen.

Aber auch in den kleineren Gruppen und Klassen sind interessante und schnelle Renner zu finden. Der KW Berg-Cup beispielsweise bringt zahlreiche spektakuläre Spezial-Tourenwagen nach Homburg. Das Herzstück des Gruppe H-Cups ist die Klasse bis 2 Liter Hubraum, wo 31 Fahrzeuge am Start Aufstellung nehmen um alle 30 Sekunden auf die Schnelle Reise Richtung Käshofen geschickt zu werden. Die Vorbereitung der Autos vom Schlage eines Opel Kadett C 16V, BMW 320 Super Tourenwagen, VW Golf 1 oder Ford Escort RS stand unter dem Motto "schneller, breiter, tiefer". Holger Hovemann, der sechsfache Gewinner des KW Berg-Cups, ist in seinem Opel RISSE Kadett C 16V hier der Favorit, gejagt vom Rest des Feldes.

Für nostalgische Momente werden die 13 Teilnehmer des NSU-Bergpokals sorgen. Die für den Rennsport hergerichteten "TT-Prinzen" stammen aus den 1970er Jahren und sind noch erstaunlich gut in Schuss. Mit dabei ist hier auch der Homburger Wolfgang Marx. Apropos Lokalmatadore, insgesamt neun Aktive aus den Reihen des HAC sind am dritten Juli-Wochenende mit von der Partie. Dazu füllen weitere Starter aus dem Saarland und er Pfalz die Teilnehmerliste. Harald Ludwig (Merzig / BMW M3 Gruppe N) und Rainer Koresch (Merzalben / Ford Escort Gruppe H bis 1600 ccm) sind in ihren Klassen die Favoriten auf den Sieg.

Aber auch das Fahrerlager am "Stumpfen Gipfel" mit seinem großen Festzelt hat einiges zu bieten. Hier kann jeder ohne zusätzlichen Eintritt den Teams bei den Rennvorbereitungen über die Schultern blicken und sich anschließend bei Spießbraten, Leberknödel oder Schnitzel vom HAC-Team bekochen lassen. Jeweils zwischen 8 und 18 Uhr finden die drei Trainingsläufe am Samstag und die drei Rennläufe am Sonntag statt. Am Renntag pendeln ab 10 Uhr Shuttlebusse zwischen dem Parkplatz der Karlsberg-Brauerei und dem Renngelände. Weitere Infos unter www.homburger-bergrennen.de (von HAC-Presse - Thomas Bubel


Hits: 177

» Druckversion zeigen
» News einem Freund empfehlen
» Kommentare deaktiviert